Friday, March 27, 2020

Peer Gessing, Bücher und Zeichen, 2020








Die Glocken schlagen die Stunden.
Sekunden zwitschern Sommerlieder.
Dunkle Gänge suchen voller Zweifel und Wut
ihre verlorene Güte.

Ihre verlorene Güte
suchen voller Zweifel und Wut dunkle Gänge.
Sekunden zwitschern Sommerlieder.
Die Glocken schlagen die Stunden.

(Peer Gessing, Spiegelgedichte I)

Am Ufer stand das Schloss
im Meeresrauschen.
Die zarten Wogen plätscherten
unendlich zärtlich.

Unendlich zärtlich
plätscherten die zarten Wogen.
Im Meeresrauschen
stand das Schloss am Ufer.

(Peer Gessing, Spiegelgedichte II)

Sunday, December 08, 2019

Peer Gessing - artandexit - 2019 (projects and exhibitions)


 Peer Gessing - Neo-Romantik - im Jahre 2019.

Das Vergehen der Zeit lässt sich nicht aufhalten, daher stellt die Kunst den Versuch dar etwas zu erhaschen, was sich dieser Unausweichlichkeit widersetzt.



Bernstein - Amber - Peer Gessing in Balingen in der Galerie U 108

Bodenarbeit "Meer-Blick", Peer Gessing, 2019


Overall, 2002 - hier mit Jörg Immendorff, Ausstellung 2019


"Open-mind" - Kunst im Rosengarten, Mannheim (mit Lorenz Bögle)


Peer Gessing im Gedenken an Prof. Klaus Müller-Rabe 
Klaus Müller-Rabe  hat seine großfartigen Bilder an Peer Gessing vererbt, damit er sie übermalt - 
um immer jung und neu zu sein und damit der Zeit ein Schnippchen zu schlagen.

Auf die Jahre und die guten Momente, die noch kommen werden.


Monday, May 13, 2019

Peer Gessing - Amber ART - Bernstein Kunst 2019


Peer Gessing, Bernstein-Schlitten, 2019

Der Schnee ist aus Buchseiten der Göttlichen Komödie von Dante geformt.
Die Zeit wird zeigen, wohin die Reise gehen wird.

Monday, July 02, 2018



Peer Gessing, FACE, 2018

Thursday, January 25, 2018

Literatur und konkrete Poesie - Peer Gessing

Briefe aus dem Jahr 4000: vorwärts und rückwärts“ wurde erstmals im Januar 2017 veröffentlicht und lässt die bis dahin geschilderte Zeit ab der Buchmitte wieder rückwärts laufen. Als Stilmittel ergibt sich dadurch eine Rhythmisierung des Textes, der auch als Theateraufführung fungieren könnte. 100 Briefe eines beobachtenden Ichs, dessen Wahrnehmungen kontingent sind. Denn in der Mitte des Romans werden diese Beobachtungen Satz für Satz von hinten nach vorne notiert – und sie sind genauso wahr oder eben auch nicht wahr wie die anderen. Vorwärts und rückwärts ist die Bewegung, die der Mensch tausendfach erlebt hat, auch metaphorisch. Dass sich die Welt dabei weiterdreht, stört diese Bewegung nicht, denn ein Sprachexperiment ist losgelöst von Zeit und Raum. Und deswegen spielt es auch keine Rolle, ob es Briefe aus dem Jahr 4000, 2000, 1990 oder 1960 sind. Doch dann blitzt die Utopie hervor, die sich in ihrer fiktiven Gesellschaftsordnung nicht an zeitgenössische historisch-kulturelle Rahmenbedingungen gebunden fühlt: „Man hat die Schienen umgedreht, um den Erfordernissen zu genügen. Unter ihnen Gräben gezogen, Stützen gebaut, die Seitenwände stabilisiert. Die Fahrgäste sind nicht angeschnallt, weil die Erde in den Machtbereich eines riesigen Planeten eingedrungen ist. […] Jetzt suchen alle nach Konzepten, wie man die Gravitationskräfte umkehren könnte.“ (4388)

Briefe aus dem Jahr 3000“ wurde erstmals im April 2017 veröffentlicht. Der Roman versteht sich als Fortsetzung der „Briefe aus dem Jahr 4000“. Hier sind 100 Briefe eines Ichs über das Leben, das Lieben, das Schicksal und das Alltägliche gereiht, die dann im Akt der Dekonstruktion rückwärts laufend auf einen zentralen Satz hin verkürzt werden und damit die Zerbrechlichkeit dieses Gedankenexperiments und vielleicht auch unseres Lebens zeigen. Der „Atlas des Lebens“ vereint eine Sammlung thematisch und inhaltlich zusammenhängender Briefe, bei denen sich der Leser weniger auf die Herausforderungen, die die Lektüre utopischer Literatur verlangt, einstellen muss, als vielmehr auf ein Experiment der Kreativität.

Perfection for you“, ein zweisprachiger Band, wurde ebenfalls im April 2017 veröffentlicht und stellt ein Konzept maximaler Reduktion vor. Es ist ein Skizzenbuch für den Leser, der nun selbst zum Autor wird. Damit ruft Peer Gessing seine Leser und Rezipienten auf, als heutige Generation aktiv an der kreativen Weiterentwicklung der Welt mitzuwirken. Die Paten für dieses Buch sind u.a. [[Reinhard Döhl]], Autor und Künstler, der Gessing während seiner Stuttgarter Universitätszeit als Mentor unterstützte sowie [[Pythagoras]] und [[Ad Reinhardt]]. Gedichte, Stichwortzettel, Befehle kommen ohne Verben aus. Gefühle können eigentlich nie ohne Verben ausgedrückt werden. Beschreibungen ohne Adjektive entbehren der Anschauung. Rezepte ohne Zahlen sind hübsch zu lesen, verfehlen aber ihre Funktion wie ein Atlas ohne Karten. Oder aber sie zeigen die Offenheit eines Experiments, das den Leser nicht nur zum Rezipienten macht, sondern auch zum Autor und Interpreten. Ein Buch nun mit 100 Zahlen, das vorgibt eine Sammlung zu sein, wird es erst in dem Moment, wenn der Leser zum Autor wird. Spannend wird es, wenn der Leser, zum Autor geworden, als impliziter Autor schreibt und die Erwartungserwartungen eines anderen impliziten Lesers und Autors meint erfüllen zu müssen. Die Folgen und Stufen der Gedanken enden dann vielleicht in einer Übereinkunft, einer Synthese, der Spitze der Pyramide, bei der die Addition von vier Ziffer (1 + 2 + 3 + 4) ein Dreieck ergibt und alle Paradoxie vereint und gelöst erscheint.

120 Spiegelgedichte hat Peer Gessing online publiziert. Als Königsdisziplin der Poesie besteht die Spezialität der Spiegelgedichte (s. auch [[Palindrom]]) nicht nur in der spielerischen Möglichkeit, diese vom Anfang wie vom Ende lesen zu können. Die strenge Vorgabe der Symmetrie mündet schnell in sprachinternen Hindernissen und erfordert eine besondere sprachliche Sensibilität beim Autor.

Thursday, January 11, 2018

Chinese culture meet Japanese tradition - overpainting Peer Gessing 2017-18




PEER GESSING - 2017-18 

Rollbilder - Übermalung

Kakemono - overpainting

Basierend auf seiner Sammlung antiker Rollbilder, im Japanischen Kakemono, entstanden in den letzten Jahren zahlreiche Übermalungen. Anfangs sammelte und präsentierte Peer Gessing die Rollbilder noch in ihrer ursprünglichen Funktion, indem er für den jeweiligen Anlass (z.B. Teezeremonie, Gäste, Jahreszeit) ausgewählte Stücke entrollte und im privaten Wohnumfeld – Flur, Wohnzimmer oder Atelier aushängte. Aus Respekt gegenüber den traditionsreichen Stücken wagte er sich erst nach fünf Jahren an deren Übermalung.
Die Übermalung gestaltet sich als langsamer Prozess, in dem Gessing individuell auf die speziellen Vorgaben reagiert, die sich aus dem Material (Stoff, Papier oder Seide, Tusche), aber auch dem Stil ergeben. Der Aufbau der Rollbilder folgt genauen Regeln, die den Bereich der Malerei als Honshi, den Bereich darüber und darunter als Tenchi sowie deren Umrandung als Chúmawashi und den Zierstreifen als Abschluss, als Ichimonji, festlegen. Diese Vorgaben bricht Gessing mit seiner Übermalung auf, indem er alle Areale miteinander verbindet. Durch die Setzung geschlossener und offener Farbflächen in zurückhaltender Farbigkeit greift Gessing in das vorhandene Bild ein, ohne es auszulöschen. Mal folgt er der filigranen Reduziertheit der japanischen Meister, mal platziert er ausladende, raumgreifende Formen als Kontrast. Malerische Aspekte antworten auf kalligraphische Bereiche, Leerflächen auf breite Pinselstriche, vergrößerte Gesichter auf zarte Landschaften. Durch die Transformation würdigt Peer Gessing die Jahrtausende alte Hochkultur der Rollbilder und überführt sie gleichzeitig in das Hier – 21. Jahrhundert und Jetzt – europäischer Kulturkreis.
Seine Rolle als Sammler, der die Rollbilder aufbewahrt, auswählt, präsentiert und danach wieder verstaut, erweitert er um den aktiven Aspekt des Malens, das sich vor dem Hintergrund seines Werkes und seines Wesens als stringente und verlässliche Konsequenz erweist. Eigens für die Rollbilder hat Gessing einen Stempel entwickelt, mit dem er die Autorenschaft der Übermalung kennzeichnet.










PEER GESSING - 2017-18 

Rollbilder - Übermalung
Kakemono - overpainting

Friday, January 20, 2017

Lesung Peer Gessing - Briefe aus dem Jahr 4000 - 2017



Lesung im Januar 2017 - Peer Gessing liest "Briefe aus dem Jahr 4000"
Fotos von Albert Fritz (Fotostudio Baden-Baden)

Thursday, October 13, 2016

FREISEIN - Heidelberger Schloss - Oktober 2016







Ausstellung FREISEIN - 15 Künstlerinnen und Künstler aus dem Künstlerbund Rhein-Neckar stellen gemeinsam aus mit 15 Künstlerinnen und Künstlern, die als Sinti und Roma in Europa leben.
Das Schloss ist eine Herberge für zeitgenösssische Kunst und die Ausstellung ist ein wichtiges kulturelles Ereignis. Sie ist perfekt gehängt und beleuchtet, die Werke sind von hoher Qualität und Vielfalt. Die Ausstellung zeigt die Suche nach Freiheit und offenbart das erfolgreiche Ergreifen von Freiräumen in der Kunst und im Leben.

Friday, July 22, 2016

Rund um die Welt (Berlin, Biberach, Facebook)






Peer Gessing - Cafe Berlin (Biberach 2016)

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